Von 24.-28. Juni fand in Kooperation mit dem russisch-österreichischen „Sotschi-Dialog“-Forum ein Friedensseminar auf der Europaburg Forchtenstein statt, an dem 43 Schüler und Studenten aus Russland, der Ukraine und Österreich teilnahmen. Im Zentrum des mehrtägigen Seminares standen neben politischen Diskussionen und interkulturellem Austausch auch Freizeitaktivitäten in der Region.

Mehrere Referenten unterschiedlicher Fachrichtungen gestalteten das abwechslungsreiche Fachprogramm: Dieter Bacher, Research Fellow am Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung in Graz, hielt einen Vortrag über die Russisch-Österreichische Forschungszusammenarbeit, Tina Obermoser von Europe Direct diskutierte mit den Teilnehmern die Ergebnisse der EU-Wahl und Instrumente direkter Demokratie in Europa. Theresa Seunig, Tina Breznik und Fabian Fischer von den Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) lockerten das Programm mit Kennenlernaktivitäten und Energizern auf und erarbeiteten in einem Workshop Jugendziele in den Bereichen Arbeit, Gesundheit und Nachhaltigkeit. Auf kreative Art lernten sich  die Teilnehmer beim Improvisationstheater, das Gerhild Resch und Edith Wildenberg an zwei Abenden gestalteten, noch besser kennen.

Die Veranstaltung sei ein „Symbol des friedlichen Miteinanders“, resümierte Christoph Leitl, nachdem er die Schüler und Studenten eingangs bei einem Kamingespräch kennenlernen durfte. Schon am ersten Abend wurde rege diskutiert und auch im Verlauf noch folgenden Fachvorträge wurde an vielen Stellen deutlich, wie unterschiedlich die Standpunkte der russischen und ukrainischen Teilnehmer und wie tiefsitzend die Verletzungen auf beiden Seiten sind. Dennoch bestand unter den jungen Leuten Einigkeit darin, dass es trotz aktueller Konflikte wichtig ist, das gegenseitige Verständnis zu fördern, Gemeinsamkeiten zu finden und offen für andere Perspektiven zu sein. Dialogforen wie EYFON und der Sotschi-Dialog leisten dazu einen wertvollen Beitrag. Und wie einer der Teilnehmer abschließend bemerkte: „Bring them together as you do it. It makes more effect than you think!“

Presseaussendung APA_25062019